Die Zweikammer Druckdose ... getrennt und doch zusammen

Zweikammersystem
Kurzbeschreibung
Die Zweikammer Druckdose wurde durch uns ständig weiterentwickelt und verfeinert. Das Ergebnis unserer Entwicklung ist ein Ausbringungssystem, das die automatische Applikationsform mit den Anforderungen an ein ökologisch unbedenkliches Treibmittel verbindet. Auch in Zukunft.
Funktion
Anders als bei herkömmlichen Aerosolsystemen befindet sich bei unserer sogenannten Zweikammer Druckdose das Produkt in einem flexiblen Innenbeutel, welcher von Druckluft umgeben ist. Bei Betätigen des Ventils wirkt der Druck auf diesen speziell geformten Innenbeutel und bringt das darin befindliche Produkt pur heraus. Die Bauteile des Systems entsprechen den standardisierten Einzelteilen üblicher Aerosole. Lediglich der Innenbeutel, welcher in den meisten Fällen aus ökologisch unbedenklichem Polyethylen besteht, und ein Bodenstopfen werden zusätzlich eingesetzt wodurch man mit dieser Technologie die größtmöglichen technischen Vorteile realisieren kann. Wenn es die Anwendung, beziehungsweise der Wirkstoff erfordert, wird als Treibmittel auch ein Propan-Butan Gemisch eingesetzt. Hierbei ist die Einsatzmenge weitaus geringer als bei handelsüblichen Aerosolen. So benötigt man zum vollständigen Entleeren einer Dose mit 200ml Inhalt lediglich 7-8 Gramm Gas, bei einem konventionellen Aerosolspraysystem oft das 10-20- fache dieser Gasmenge.
Umweltaspekte
Keine oder verringerte atmosphärische Belastung durch Flüssigtreibgase! Durch die Trennung zwischen Produkt und Außenbehälter besteht geringe oder keine Korrosionsgefährdung an der Dosenwandung. Somit kann auf Produktformulierungen zurückgegriffen werden, die anstelle von aggressiven Lösungsmitteln weitgehend auf Wasserbasis erstellt sind.
Reduzierung der Abfallentsorgungsrate
Zweikammer Druckdosen werden zu mindestens 60% des Dosenbruttovolumens befüllt und zwar mit reinem Wirkstoff, ganz im Gegensatz zu mit Flüssigtreibgas betriebenen Dosen. Diese Nutzinhaltsvorteile erlauben gegenüber gebräuchlichen Aerosolsystemen den Einsatz von kleinen Dosenabmessungen und produzieren somit weniger Abfallaufkommen.
Einsatzmöglichkeiten
Zweikammer Druckdosen sind prädestiniert um hochviskose Pasten, Cremes und gelförmigen Wirkstoffe in der ursprünglichen Konsistenz zu dosieren. Durch die strikte mechanische Trennung des Wirkstoffes vom Treibmittel werden keinerlei Veränderungen am Produkt selbst vorgenommen. Selbstverständlich steht auch einem Einsatz bei flüssigen Produkten nichts im Wege.Nutzinhaltsvorteile erlauben gegenüber gebräuchlichen Aerosolsystemen den Einsatz von kleinen Dosenabmessungen und produzieren somit weniger Abfallaufkommen.
Vorteile
  
Bei der Zweikammer Druckdose besteht eine absolute Anwendbarbarkeit in allen Lagen (360°) welche auch ohne entsprechende Ventile gegeben ist.
Das Produkt steht unter Luftabschluss. Der Wirkstoff ist in den Innenbeuteln nahezu vollständig von der Luft abgeschlossen. Dadurch kann die Zugabe von Konservierungsstoffen deutlich gemindert werden.

Kein Kälteschock. Die in Aerosolsystemen oftmals unerwünschte Kühle des Spraynebels bei Anwendung am Körper sowie im Veterinär- und Pflanzenbereich (aufgrund von Verdampfen des Treibgases) besteht hier nicht.

Entleerung zu 99,8%. Die spezielle Formgebung des Innenbeutels ist sehr vorteilhaft, da sie je nach Beschaffenheit des Wirkstoffs, eine fast völlige und profitable Restentleerung des Beutels, bzw. der Dose garantiert.

Unempfindlichkeit gegenüber hohen und niedrigen Temperaturen.
Die Temperaturempfindlichkeit von Luft gegenüber Flüssigtreibgasen ist wesentlich geringer. Daher ist der Arbeitsbereich der luftbetriebenen Zweikammerdose bezüglich Funktionsqualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit von -30°C bis +80°C völlig unbedenklich, jedoch sieht der Gesetzgeber eine Erwärmung von mehr als +50°C nicht vor.
Sicherheitsaspekte beim Einsatz von Pressluft
Brand- und explosionssicher: Das Treibmittel Pressluft wird bei der Anwendung generell nicht mit ausgebracht, denn es verbleibt in der dafür vorgesehenen Treibmittel Kammer. Zudem verhält sich Pressluft träge gegenüber Erwärmung. Bei dennoch eintretender Überhitzung besteht geringe Berstgefahr, da ein kritischer Überdruck in der Dose durch Verformung der Dose oder den Bodenstopfen entweichen könnte. Des weiteren können die Flammpunkte mancher brennbarer Produkte in der Rezeptur bis zur Unbrennbarkeit herabgesetzt werden.